Über mich

Die Wessel Gruppe

Seit 1994 bin ich Geschäftsführer der Karl Wessel GmbH & Co. KG. Gegründet wurde das mittelständische Familienunternehmen 1922 von meinem Urgroßvater Heinrich Wessel und nach dem Krieg von meinem Großvater Karl Wessel übernommen. Heute konzentriert die Wessel Gruppe unter einem Dach leistungsfähige Behandlungs-, Betreuungs- und Rehabilitationszentren sowie Fachkliniken, die fachübergreifend, medizinische Versorgung, Therapien und Pflege bieten. Für uns war es immer wichtig, den Menschen als Ganzes zu sehen, und dies hat mein Wirken als Unternehmer und Privatmann von Beginn an geprägt. So sind auch die mit der Digitalisierung einhergehenden Herausforderungen zu meistern, um diesen Grundsatz weiter aufrecht erhalten zu können.

Im Mittelstand verankert

Seit nun knapp 30 Jahren bin ich mit der Wessel Gruppe im Mittelstand verankert. Als Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens bin ich mir über die alltäglichen aber auch langfristigen Aufgabenstellungen, die mit solch einer Position einhergehen, bewusst und stelle mich, wie viele Mittelständler, täglich neuen Herausforderungen. Hier sind mir besonders die Chancen und Problematiken, welche mit der Digitalisierung aufkommen, eine Herzensangelegenheit. Es ist mir ein besonderes Anliegen diese Problematiken in Gemeinschaft anzugehen und zu lösen.

Der Förderverein für Krebsberatung und -hilfe

Im Jahr 2007 gründeten wir den Förderverein für Krebsberatung und -hilfe e.V. in der Emscher-Lippe Region. Die Beratungsleistung der Krebsberatungsstelle mit seinen sechs Standorten in Gelsenkirchen (2x), Gladbeck, Recklinghausen, Dorsten und Bottrop hat sich von ca. 750 Beratungsgesprächen in 2007, dem Gründungsjahr des Fördervereins, bis 2014 mehr als verdreifacht. 2015 konnte diese Zahl noch deutlich gesteigert werden. Dabei stehen Förderverein und Krebsberatung in enger Kooperation zueinander. Doch nicht nur lokal soll der Förderverein Menschen helfen. Besonders in Zeiten der Digitalisierung ist eine Anlaufstelle auch im Internet von entscheidender Bedeutung. Wenn Sie mehr über den Förderverein für Krebsberatung wissen möchten, informieren Sie sich bitte auf www.foerderverein-krebsberatung.de.

Ehrenamtliches Engagement

Ehrenamtlich engagiere ich mich mit voller Überzeugung als Vorstand des Fördervereins für Krebsberatung und -hilfe in der Emscher-Lippe-Region. Der Verein berät und unterstützt Betroffene und ihre Familien, denn ich denke, dass der Heilungsprozess auch die psychische und wirtschaftliche Situation der Patienten dauerhaft mit einbeziehen muss. Diese Prämisse bestimmt nicht nur mein soziales Engagement, sondern auch unternehmerisches Handeln, so will ich im Resultat medizinische Innovation mit humanitärem
Verantwortungsbewusstsein verbinden.

Pressemitteilung der IHK – Unternehmer aus Gelsenkirchen ist Handelsrichter

  • Werdegang

    • 1994 bis heute
      Geschäftsführer der WESSEL GRUPPE
      Gleichzeitig Geschäftsführer der zur Unternehmensgruppe WESSEL gehörenden Gesellschaften
       
    • 1988
      Eintritt in das Familienunternehmen WESSEL GRUPPE
       
    • 1982 bis 1987
      Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Dortmund mit den Schwerpunkten Unternehmensrechnung, Steuerlehre und Marketing
       
    • 2007 bis heute
      Ehrenamtliches Engagement als Gründungsmitglied und Vorsitzender des Fördervereins für Krebsberatung und -hilfe e.V. in der Emscher-Lippe Region
  • Die Unternehmensgruppe WESSEL

    Zur Unternehmensgruppe WESSEL gehören eigenständige Schwesterngesellschaften.
    Dazu zählen:

    • Kurpark-Klinik in Bad Nauheim
       
    • Kurklinik Allgäuer Bergbad in Oberstdorf
       
    • Fachklinik Spielwigge
       
    • Haus Hellersen
       
    • SternenZelt in Lüdenscheid
       
    • Kurgarten-Hotel in Wolfach
       
  • Statements

    Notfallpraxis auf Patientenkosten

    Statement Michael Poschmann: Ausdünnung der Notfallpraxen

    19.02.2015 – Wenn Menschen sich nachts aufmachen, weil sie ärztliche Hilfe suchen, dann brauchen Sie diese in der Regel dringend. Auch wenn diese Not bisweilen auf einer subjektiven Einschätzung basiert, so ist sie nicht minder ernst. Wer dies nicht glaubt, braucht sich nur einmal nachts oder am Wochenende in eine der Notfallpraxen zu setzen, in denen Menschen auf ärztliche Versorgung warten, allein, bisweilen zu zweit und oft mit ihren Kindern, die sie begleiten. Gerade wenn es um die Gesundheit ihres Nachwuchses geht, fühlen sich Eltern rasch hilflos und allein gelassen. Können Sie doch den Schmerz, der sich meist in Jammern, Weinen, schlimmer noch bisweilen in Verstummen äußert, nicht einschätzen. Hier ist der fachkundige Rat der Ärzte gleich doppelt gefordert: Einmal in der Behandlung der Kinder und zum zweiten in der Beratung der Eltern. Beides lindert Schmerz und heilt, zum einen die Krankheit oder Verletzung, zum anderen Sorge oder Aufregung. Bei beidem ist rasches Handeln angesagt.

    Handeln musste nun leider auch die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KV): Strukturelle Defizite der aktuellen Situation des Fahrdienstes, der die Notfalldienst-praxen ergänzt, aber auch rechtliche und honorarpolitische Gründe machen eine Notdienstreform aus Sicht der KV erforderlich. Das Resultat: Die KV reduziert im Landesteil Nordrhein nun deutlich die Anzahl der Notfallpraxen. Nur noch 41 Not-dienstpraxen haben Bestand. Somit werden über die Hälfte der bislang 84 Anlaufstellen für Kranke und Verletzte geschlossen. Ergänzt wird das Angebot durch insgesamt 15 kinderärztliche und jeweils acht HNO- und augenärztliche Notfall-dienstpraxen. Nun sind die Notfallpraxen nicht alleine, sondern ergänzen die Notaufnahmen und auch die Rettungsdienste der Krankenhäuser. Da aber nicht jede notwendige Behandlung gleich ein Notfall ist – zumindest nicht aus medizinischer Sicht-, und die Flächenversorgung auch für Zeiten vorgeschrieben ist, zu denen normalerweise praktizierende Ärzte Feierabend haben, kommt auch die KV an Notfallpraxen nicht vorbei.

    Die Ausdünnung der Notfallpraxen ist zumindest eine – im eigentlichen Sinne des Wortes – fragwürdige Entscheidung angesichts einer Bevölkerung, deren Anteil an älteren und vor allem alten Menschen in den nächsten Jahren steigt. Dann werden lange Anfahrten zum schwer zu überbrückenden Hindernis, ein Kriterium, das auch für Kinder und Jugendliche gilt. Müssen Patienten für die Notfallversorgung zudem in die nächste Großstadt fahren, so kommt erschwerend hinzu, dass auf sie hier unbekanntes Terrain wartet. Das macht die Orientierung schwer und erhöht den Stressfaktor. So könnte die Reduzierung der Notfallpraxen einhergehen mit einer Verminderung ihrer Besuche, denn nicht jeder, der heute rechtzeitig den Weg zum Arzt wählt, hat dazu dann in Zukunft noch die Chance oder fühlt sich hierzu befähigt, vor allem wenn Beschwerden außerhalb der regulären Öffnungszeiten auftreten.

    Ob Notfallpraxen als Einsparungspotential auf Dauer tatsächlich helfen, Kosten zu senken, darf bezweifelt werden, einmal ganz abgesehen davon, ob es sozial verträglich ist, gerade die Schwächsten auszugrenzen. Denn dass es in der Mehrheit nicht jene treffen wird, die erfolgreich in der Mitte des Lebens stehen, versteht sich von selbst. Doch dies ist – genau wie Gesundheit – ein recht fragiles Konstrukt, auf das man – die Sozialverbände können dies bestätigen – keine gerechte Versorgung gründen kann.

    Dass gerade in Gegenden mit schwacher Infrastruktur flächendeckende ärztliche Versorgung teurer ist als in Ballungsräumen, darf kein Argument gegen Notfall-praxen, sondern müsste genau genommen ein Argument für sie oder ein ihr entsprechendes Äquivalent sein.

    Notfallversorgung muss – dass ist eine Grundvoraussetzung für ihren Namen und ihre Aufgabe – im Notfall für alle in erreichbarer Nähe sein.

    Dass keine weiten Wege zurückzulegen sind, ist aber auch unter einem sekundären Aspekt wichtig: Menschen, die verletzt oder erkrankt sind, sollten sich keinesfalls hinter das Steuer eines Wagens setzen, zumal sie oft schon Medikamente eingenommen haben, die nicht nur Schmerz lindern, sondern auch auf die ein oder andere Weise betäuben. Wer so Auto fährt, gefährdet sich und andere Verkehrsteilnehmer. Das aber gilt auch für Eltern, die ihre Kinder zum Notdienst bringen: Nicht nur die Angst, es könne etwas Ernstes sein, die ja Auslöser für die Fahrt ist, sondern auch das jammernde oder gar apathische Kind zehren an den Nerven des Fahrers. Und nicht immer ist jemand zugegen, der das Kind in den Arm nimmt, es hält und beruhigend mit ihm spricht. Ein Taxi zu nehmen, was der Situation angemessen wäre, übersteigt aber je nach Länge der Anfahrt die finanziellen Möglichkeiten der Betroffenen, so dass der Griff zum Autoschlüssel nahe liegt.

    Kurz: Ärztliche Versorgung ist nur dann wirksam, wenn sie in Anspruch genommen werden kann. Hierzu gehört mehr als eine politische Aufrechnung von Seiten der Ministerien und finanzstatistischen Verteilung der Anlaufstellen auf Bevölkerung und Fläche. Nur wer da ist, wo er gebraucht wird, so Hilfe bietet, dass sie ohne Umstände und unnötige Hemmschwelle in Anspruch genommen werden, hilft im Notfall. Diese Regel gilt auch für Notfallpraxen. Wer hier spart, lässt die Patienten in ihrer Not allein.