„SmartReha“ – Gesundheit der Zukunft

Prof. Josef Hilbert, Direktor des Institut Arbeit und Technik und Michael Poschmann, Geschäftsführer der Wessel Gruppe

Rehabilitation gewinnt vor dem Hintergrund des demografischen Wandels an Bedeutung. Dies betrifft sowohl den Erhalt von Arbeitsfähigkeit als auch die post-akute Vermeidung von Behinderungen und Pflegebedürftigkeit. Gleichzeitig verändert sich der Rehabilitationsmarkt durch neue, insbesondere digitale Möglichkeiten erheblich. Wie kann man das Potenzial der Digitalisierung für eine bessere Rehabilitation nutzen? Welche Chancen bieten sich für den Reha-Sektor? Und wie gelingt es, stationäre und ambulante Rehabilitation zu flexibilisieren und zu vernetzen, um den Patienten am besten zu versorgen. Damit beschäftigt sich das Forschungsprojekt „SmartReha“. Es handelt sich um ein von der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen gefördertes Digitalisierungsprojekt zur Initiative „Umbau 21 – Smart Region“. Federführend koordinieren das Projekt einer durchgängigen Digitalisierung der Behandlungskette Prof. Josef Hilbert, Geschäftsführender Direktor des Instituts Arbeit und Technik IAT der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen und Michael Poschmann, Geschäftsführer der Wessel Gruppe.

Michael Poschmann gibt ersten Einblick in das Projekt „SmartReha“

Michael Poschmann und Jean Dietzel auf dem Podium beim DEGEMED Forum REHA-Unternehemer

Anlässlich des DEGEMED Forums für Reha-Unternehmer in Berlin präsentierte Michael Poschmann, Geschäftsführer der zur Wessel Gruppe gehörenden Kurpark-Klinik in Bad Nauheim, auf Einladung der DEGEMED das Forschungsprojekt „SmartReha“. Dabei handelt es sich um ein von der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen gefördertes Digitalisierungsprojekt zur Initiative „Umbau 21 – Smart Region“. Den Zuschlag erhielt Michael Poschmann in Zusammenarbeit mit Prof. Josef Hilbert, Geschäftsführender Direktor des Instituts Arbeit und Technik IAT der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen für das Projekt einer durchgängigen Digitalisierung der gesamten Behandlungskette zugunsten einer patientenorientierten, nachhaltigen und ganzheitlichen Versorgung.

Sicherheit und Datenschutz und das Vertrauen der Patienten

Wer medizinische Hilfe sucht, schenkt Vertrauen. Ärzte, Krankenhäuser und Reha-Kliniken, Krankenkassen und alle Beteiligten tragen ein hohes Maß an Verantwortung. Dies erstreckt sich nicht nur auf die Gesundheit der Patienten, sondern auch auf die Informationen, die sie betreffen.

Anamnesen, Diagnosen und Therapien, verabreichte Medikamente, Unverträglichkeiten und Allergien, Krankheiten und Verletzungen, dies alles sagt oft mehr aus über Personen und ihre Zukunft als Alter und Familienstand, Arbeit und Einkommen.

Um den aktuellen und künftigen Herausforderungen im Gesundheitswesen effizient zu begegnen, steht die Digitalisierung von Patientendaten ganz oben auf der Agenda. Patientenakten werden zunehmend digitalisiert, um Ärzten, Therapeuten und Pflegekräften jederzeit Zugriff auf wichtige Patientendaten zu ermöglichen, ohne dass Papierakten herumgereicht werden.

Der Mittelstand im Wandel

Der Mittelstand im Wandel ist eines der wichtigsten Themen der IHK. Die digitale Revolution ist für unsere Unternehmen eine große Herausforderung, aber auch eine Chance. Die berechtigten Interessen, die in diesem Zusammenhang gewahrt werden müssen, aber auch die Möglichkeiten der Entwicklung und Förderung der Firmen, sind Themen, die von den Industrie- und Handelskammern aufgenommen und vorangetrieben werden.

Es ist wichtig, die Spektren der Digitalisierung von Unternehmen angstfrei auszuloten, zu sehen, wo sich die Kommunikation im Haus und zum Kunden verbessern lässt und wo sich durch Internetauftritte neue Kunden gewinnen lassen. Wir werden alle mit einer Problematik konfrontiert, die unsere Geschäftsmodelle, den Umgang mit unseren Kunden, unseren Mitarbeitern und unseren Partnern grundlegend verändert hat.

Es gibt – ich weiß es aus eigener Erfahrung – keine funktionsfertigen Standardlösungen, die man einfach so einsetzt und die funktionieren. Wir müssen uns das neue Feld der Kommunikation erobern, denn wir dürfen es nicht anderen überlassen.